Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend AGB) regeln die Nutzung der Software-Plattform SpaceMyTime (nachfolgend Plattform). Anbieterin der Plattform und Vertragspartnerin der Nutzer ist die SysTec Analytics Ltd, 71–75 Shelton Street, Covent Garden, London WC2H 9JQ, Vereinigtes Königreich (nachfolgend Anbieterin).
Die Plattform richtet sich an Immobilieneigentümer und Immobilienbesitzer jeder Bestandsgröße, an Hausverwaltungen und Verwaltungsunternehmen sowie an Mieter, die angemietete Immobilien im Rahmen des geltenden Rechts gewerblich weitervermieten und hierfür die Funktionen der Plattform nutzen (nachfolgend gemeinsam Kunde). Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB, juristische Personen des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliche Sondervermögen. Ein Vertragsschluss mit Verbrauchern im Sinne des § 13 BGB ist ausgeschlossen.
Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Bedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, die Anbieterin stimmt ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zu.
Die Anbieterin stellt dem Kunden die Plattform als webbasierte Software zur Nutzung über das Internet bereit (Software as a Service). Die Plattform umfasst Funktionen zur Verwaltung von Immobilienobjekten, Einheiten, Verträgen, Buchungen und zugehöriger Dokumentation.
Die Plattform unterstützt sowohl die Verwaltung eigener Immobilienbestände als auch die Vermietung und Weitervermietung von Immobilien. Der konkrete Funktionsumfang ergibt sich aus der zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses gültigen Leistungsbeschreibung und dem gewählten Leistungspaket. Die Anbieterin ist berechtigt, die Plattform weiterzuentwickeln und einzelne Funktionen anzupassen, soweit der vertraglich geschuldete Leistungsumfang dadurch nicht wesentlich eingeschränkt wird.
Die Plattform ist ein Werkzeug zur Unterstützung der Immobilienverwaltung. Die Anbieterin erbringt keine Rechts-, Steuer- oder Verwaltungsberatung und übernimmt keine Verwaltungstätigkeit für den Kunden.
Die Nutzung der Plattform setzt eine Registrierung und die Einrichtung eines Kundenkontos voraus. Mit der Registrierung gibt der Kunde ein Angebot auf Abschluss eines Nutzungsvertrags ab. Der Vertrag kommt mit der Freischaltung des Kontos oder mit der Auftragsbestätigung durch die Anbieterin zustande.
Der Kunde ist verpflichtet, bei der Registrierung zutreffende und vollständige Angaben zu machen und diese aktuell zu halten. Die Zugangsdaten sind vertraulich zu behandeln und vor dem Zugriff Dritter zu schützen.
Die Nutzung der Plattform erfolgt im Rahmen eines Abonnements. Art und Umfang des Leistungspakets sowie die Vergütung ergeben sich aus der gewählten Leistungsoption. Soweit nichts anderes vereinbart ist, verstehen sich die Preise als Nettopreise zuzüglich einer etwaig anfallenden gesetzlichen Umsatzsteuer.
Die Vergütung für das Abonnement ist im Voraus für die jeweilige Abrechnungsperiode fällig. Neben dem laufenden Abonnement kann die Anbieterin einmalige Zusatzleistungen anbieten, insbesondere die Einrichtung, den Datenimport oder Schulungen. Diese werden gesondert vereinbart und abgerechnet.
Gerät der Kunde mit einer Zahlung in Verzug, ist die Anbieterin berechtigt, Verzugszinsen in gesetzlicher Höhe zu verlangen und den Zugang zur Plattform nach vorheriger Ankündigung bis zum Ausgleich der fälligen Forderungen einzuschränken.
Die Anbieterin stellt die Plattform mit einer im Jahresmittel hohen Verfügbarkeit bereit. Hiervon ausgenommen sind Zeiten geplanter Wartung, die nach Möglichkeit vorab angekündigt werden, sowie Zeiten, in denen die Plattform aus Gründen, die die Anbieterin nicht zu vertreten hat, nicht erreichbar ist.
Der konkrete Verfügbarkeitswert sowie Wartungsfenster ergeben sich aus der Leistungsbeschreibung. Eine ununterbrochene Verfügbarkeit der Plattform wird nicht geschuldet.
Der Kunde ist für die von ihm in die Plattform eingestellten Inhalte und Daten verantwortlich. Er stellt sicher, dass er zur Verarbeitung dieser Daten berechtigt ist und dass die Inhalte keine Rechte Dritter und keine gesetzlichen Vorschriften verletzen.
Der Kunde verpflichtet sich, die Plattform nicht missbräuchlich zu nutzen, keine Schadsoftware einzuspielen und keine Maßnahmen zu ergreifen, die die Funktionsfähigkeit oder Sicherheit der Plattform beeinträchtigen. Der Kunde ist für die regelmäßige eigene Sicherung der von ihm eingestellten Daten im Rahmen der von der Plattform bereitgestellten Exportfunktionen mitverantwortlich.
Verarbeitet der Kunde über die Plattform personenbezogene Daten Dritter, insbesondere von Mietern, Eigentümern oder Interessenten, ist der Kunde für diese Daten datenschutzrechtlich Verantwortlicher. Die Anbieterin verarbeitet diese Daten als Auftragsverarbeiterin. Die Parteien schließen hierzu einen Auftragsverarbeitungsvertrag gemäß Art. 28 DSGVO, der als Anlage Bestandteil des Nutzungsvertrags ist.
Die Einzelheiten der Datenverarbeitung ergeben sich aus der Datenschutzerklärung der Plattform. Die Anbieterin verarbeitet die Daten des Kunden auf Servern innerhalb der Bundesrepublik Deutschland.
Die Anbieterin räumt dem Kunden für die Dauer des Vertrags das einfache, nicht ausschließliche und nicht übertragbare Recht ein, die Plattform im vertraglich vereinbarten Umfang zu nutzen. Ein Anspruch auf Überlassung des Quellcodes besteht nicht.
Die an den vom Kunden eingestellten Inhalten und Daten bestehenden Rechte verbleiben beim Kunden. Der Kunde räumt der Anbieterin das Recht ein, diese Inhalte ausschließlich zum Zweck der Vertragserfüllung zu speichern, zu verarbeiten und technisch bereitzustellen.
Der Nutzungsvertrag beginnt mit der Freischaltung des Kontos und läuft für die vereinbarte Laufzeit. Er verlängert sich danach jeweils um die vereinbarte Verlängerungsperiode, sofern er nicht fristgerecht gekündigt wird.
Die ordentliche Kündigung ist unter Einhaltung der vereinbarten Frist zum Ende der jeweiligen Laufzeit möglich. Das Recht beider Parteien zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Kündigungen bedürfen mindestens der Textform.
Nach Beendigung des Vertrags stellt die Anbieterin dem Kunden seine Daten für einen begrenzten, im Einzelvertrag bestimmten Zeitraum zur Ausleitung bereit. Nach Ablauf dieses Zeitraums werden die Daten gelöscht, soweit keine gesetzliche Aufbewahrungspflicht entgegensteht.
Die Anbieterin gewährleistet, dass die Plattform während der Vertragslaufzeit im Wesentlichen der jeweils gültigen Leistungsbeschreibung entspricht. Mängel der Plattform werden von der Anbieterin innerhalb angemessener Frist behoben.
Der Kunde zeigt Mängel der Anbieterin in nachvollziehbarer Form an. Eine Gewährleistung besteht nicht für Beeinträchtigungen, die auf einer unsachgemäßen Nutzung, auf vom Kunden zu vertretenden Umständen oder auf Störungen außerhalb des Verantwortungsbereichs der Anbieterin beruhen.
Die Anbieterin haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, die auf einer Pflichtverletzung der Anbieterin beruhen, sowie für Schäden, die auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit beruhen.
Für Schäden aus der Verletzung wesentlicher Vertragspflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf, haftet die Anbieterin bei einfacher Fahrlässigkeit der Höhe nach begrenzt auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden. Eine darüber hinausgehende Haftung für einfache Fahrlässigkeit ist ausgeschlossen.
Für den Verlust von Daten haftet die Anbieterin nur in dem Umfang, in dem der Schaden auch bei einer ordnungsgemäßen und regelmäßigen Datensicherung durch den Kunden eingetreten wäre. Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten auch für die gesetzlichen Vertreter und Erfüllungsgehilfen der Anbieterin. Eine zwingende gesetzliche Haftung, insbesondere nach Produkthaftungsrecht, bleibt unberührt.
Die Parteien behandeln alle ihnen im Rahmen der Zusammenarbeit bekannt gewordenen, als vertraulich gekennzeichneten oder erkennbar vertraulichen Informationen der jeweils anderen Partei vertraulich und verwenden sie ausschließlich für Zwecke der Vertragsdurchführung. Diese Pflicht besteht auch nach Beendigung des Vertrags fort.
Die Anbieterin kann diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern, soweit dies aus triftigem Grund, insbesondere aufgrund geänderter Rechtslage, höchstrichterlicher Rechtsprechung oder einer Weiterentwicklung der Plattform, erforderlich ist und der Kunde hierdurch nicht unangemessen benachteiligt wird. Die Anbieterin informiert den Kunden über die Änderung in Textform. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb der ihm mitgeteilten angemessenen Frist, gelten die geänderten AGB als angenommen; auf diese Folge wird der Kunde gesondert hingewiesen.
Änderungen und Ergänzungen des Vertrags bedürfen mindestens der Textform. Auf die Vertragsbeziehung findet das Recht von England und Wales Anwendung unter Ausschluss des UN-Kaufrechts, soweit dem keine zwingenden gesetzlichen Vorschriften entgegenstehen.
Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist, soweit gesetzlich zulässig, London, Vereinigtes Königreich. Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.
Änderungen und Ergänzungen dieses Vertrags, einschließlich dieser Textformklausel, bedürfen der Textform, soweit gesetzlich zulässig.
Stand: 22. Mai 2026.